Latein

 

Latein verbindet!

 

Latein schlägt eine Brücke zwischen unseren christlich-abendländischen Wurzeln und unserer modernen Welt. Seit der Antike ist die lateinische Tradition nie erloschen, vielmehr prägte sie das Mittelalter und blieb lebendig bis in die Neuzeit: sei es in der Kirche, in den Geistes- und Naturwissenschaften oder in der Politik. Wer also die kulturelle Entwicklung Europas ernsthaft kennen lernen will, muss über diese Brücke gehen und sich auf eine Sprache einlassen, die vieles bietet: den Erwerb sprachlicher Kompetenz sowohl in vielen modernen Fremdsprachen als auch in unserer Muttersprache, den Umgang mit Fachausdrücken und Fremdwörtern, die Schulung strukturierten Denkens und genauen Ausdrucksvermögens sowie den Genuss, anspruchsvolle Literatur im Original zu erschließen.

Der Lateinunterricht versucht diesem Anspruch gerecht zu werden und gibt den Lernenden die Möglichkeit, sich eine offene, dennoch wertorientierte Einstellung gegenüber allgemein menschlichen Fragen und Problemen zu verschaffen. Gerade deswegen beschäftigen sich Schüler im Fach Latein nicht nur mit der Sprache an sich, sondern auch mit Themen von aktueller Bedeutung, beleuchtet aus antiker Sicht. So lädt die Lektüre von Ciceros Reden und staatstheoretischen Schriften zum Nachdenken über den idealen Staat, über Zivilcourage und Integrität ein. Aber auch allzu Menschliches wie Liebe, Lust und Leid wird thematisiert. Die Gedichte von Catull und Ovid lösen hierbei oft Verwunderung oder sogar ein zustimmendes Schmunzeln über die Offenheit der dargestellten Gefühle aus. In den Seminaren im Fach Latein zeigten auch die Semiararbeiten den Zusammenhang von Antike und Moderne auf.

Diese Beispiele belegen die Themenvielfalt im Fach Latein, aber auch die oben erwähnte Verbindung von Antike und Moderne durch diese Sprache, die auch künftigen Generationen das Fundament für eine umfassende Bildung legen wird. So zeigt der Lateinunterricht seine ungebrochene Attraktivität und Aktualität.

StD’ Hoffmann