3. Römertag für die 6. Jahrgangsstufe

Am  27. Juli wurde am Albertinum nun mittlerweile zum 3. Mal der Römertag für alle Schüler der 6. Klassen veranstaltet. Diese Jahrgangsstufe ist besonders geeignet, da schon Grundkenntnisse durch den Unterricht in Latein, Kunst und Geschichte bestehen und so Interesse und ein Grundverständnis bestehen, es aber noch genügend gibt, was entdeckt werden kann. Besonders spannend sind deshalb z. B. die Spiele der Römer, da man sehen kann, dass Spiele wie „Mühle“ schon immer Kinder wie Ältere erfreut haben. Da alle Jungen und Mädchen sich selbst ein Mühlespiel aus Holzbrettchen herstellen und zusammen mit den Spielregeln nach Hause mitnehmen konnten, dürfte diese Station besonders „nachhaltig“ sein. Aber das gilt sicher auch für die Themen Schreiben (auf Papyrus!), Rechnen mit einem Abakus oder Essen. Immer wurde neben das Lernen auch das Ausprobieren gesetzt, sodass es nie langweilig wurde.

Abschluss des „Tages“ bildet traditionell ein gemeinsamer Imbiss, bei dem jede Klasse das von ihr selbst hergestellte „Moretum“, einen Kräuterquark nach einem antiken Rezept aus der Appendix Vergiliana, zusammen mit Brötchen a là Cato kosten konnte. Daneben gab es ein paar Früchte, um antikes Flair zu erzielen, und Wasser zum Trinken. Besonders erfreulich war es für mich, dass ein Schüler sich erinnerte, dass er diese Brötchen auch schon beim Vorstellungsnachmittag für die Fünftklässler gekostet hatte. Da war schnell vergessen, wie viele Stunden ich in der Nacht davor mit dem Backen zugebracht hatte.

​So ein Tag kann nur gelingen durch die Mithilfe aller, deshalb seien hier neben den Lehrern insbesondere die Tutoren aus der Q11 genannt, die trotz kurzer Vorbereitungszeit einen tollen Job abgeliefert haben, was auch die drei Klassen bei der Evaluation eingeräumt haben. Gedankt sei auch der Schulleitung sowie der Schulgemeinschaft, die viel Verständnis für Beeinträchtigungen des Schulbetriebs zeigten. Besonders herausgehoben werden muss aber die Offenheit und die Begeisterungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler am Albertinum, die wieder einmal deutlich zu spüren waren.  

Ausblick: Nichts ist so gut, als dass es nicht verbessert werden könnte. Die Evaluation am Ende des „Tages“ ergab zwar in der Summe eine sehr große Zustimmung, aber dennoch wird es beim nächsten Mal weitere Themen geben wie „Kleidung der Römer“. Dafür werden Tuniken sowie eine Toga geschneidert, mit denen in Zukunft das Ankleiden sogar ausprobiert werden kann - ermöglicht durch die Unterstützung des Vereins  der Freunde des Albertinums. Die Station "Kleidung" wird außerdem ergänzt werden durch die Themen „Schmuck“ und „Schönheitspflege “. Angedacht ist auch eine stärkere Zusammenarbeit mit anderen Fächern wie Geschichte oder Kunst. Da aber auch das über Jahre Erprobte (wie z. B. die Stationen „Schreiben“  und „Kochen“) weiter angeboten werden kann, wird sicher auch der kommende Römertag von bleibender Erinnerung bei unseren Schülern sein.

StD a. D. Koch