Römertag 2016 am Albertinum

 

Zum zweiten Mal durften die Schüler der drei 6. Klassen am Albertinum einen Römertag feiern und genießen. Zum zweiten Mal - und dennoch war fast alles anders!

Während beim ersten Mal Schülerinnen eines P-Seminars die Organisatoren waren, lag dieses Mal die Verantwortung bei der Schule, genauer bei den Lateinlehrern und Schülern der Q11, denen an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt werden darf.

Während beim ersten Durchgang die 6. Klässler am Anfang ihrer Erfahrung mit Latein in die antike Welt eintauchten, war dieses Mal der Klassenprojekttag am Schuljahresende der Termin, da zum einen das Wetter da besser ist und da zum anderen dann schon manches aus Latein- und Geschichtsunterricht bekannt ist, worauf aufgebaut und was vertieft werden kann.

Schließlich fand auch nicht mehr alles in der Turnhalle statt, sondern mehrere Räume der Schule wurden genutzt und ebenso der Schulhof, um auch im Freien Aktionen wie die Spiele durchzuführen zu können, was natürlich nur im Sommer möglich ist.

Natürlich wurde aber auch vieles Bewährte beibehalten, insbesondere hat sich an der Ausrichtung und der Grundintention, Kinder das Leben der Römer praktisch erfahren zu lassen, nichts geändert!

 

Der Ablauf war etwas gestrafft worden, indem die Schüler einzelne Stationen nach Ablaufplan besuchten, aber wieder stand am Ende ein gemeinsames Essen mit dem am Vormittag selbst angerührten moretum zusammen mit "römischen Brötchen nach Cato" sowie Obst und Säften. Nicht zu vergessen Mineralwasser "Römerquelle"! Außerdem gab es Filme zu Religion und Kochen im Anbau.

 

Als Themenblöcke, für die jeweils 40 Minuten zur Verfügung standen und die in unterschiedlicher Reihenfolge von den drei Klassen unter der Betreuung der Lateinlehrer - Frau Hoffmann, Herr Liebl und Herr Koch - angelaufen wurden, waren ausgewählt worden:

"Spiele", wobei sogar jeder Schüler sein eigenes Mühlespiel basteln und mit nach Hause nehmen konnte,

"Schule", wobei man Tinte nach einem antikem Rezept des Plinius herstellen und dann damit auf ein Blatt schreiben konnte,

"Kochen", wobei die Schüler selbst nach antikem Rezept ein "moretum" (eine Art Kräuterquark) anrichteten,

sowie den "Römerpark", in dem man nach Art eines Erholungsparks beim Schmökern in passenden Büchern aus der Schulbibliothek, bei Rätseln und Spielen entspannen konnte, oder ganz klassisch: otiosum esse!

 

Schließlich bekam jeder auch noch einen Ordner mit einer "Original-"Urkunde über seine Teilnahme, in den die vielen Arbeits- und Informationsblätter aus den Stationen eingeordnet werden konnten, sodass man zu Hause das Wissen noch vertiefen konnte. Denn jede Station war noch unterteilt, z. B. "Schule" in das Herstellen von Tinte und das Schreiben damit, in eine Rechenstunde mit einem Abakus sowie in eine "lateinische" Unterrichtstunde nach antikem Muster.

 

Natürlich wird man jedes Mal etwas finden, was noch besser gehen könnte. So waren die Verweilzeiten vielleicht doch etwas knapp und der Ablauf dadurch teilweise etwas hektisch, vielleicht sollten einige Themen wie Kleidung und Schönheit ausgebaut werden, vielleicht sollte es auch eine Wahlmöglichkeit für die Schüler geben und vielleicht könnte man zur Informationsgewinnung auch unsere neue iPad-Ausstattung einbeziehen. Aber warten wir ab, was beim nächsten Mal alles möglich sein wird!

 

Beim zweiten Mal schon von Tradition zu sprechen, dies wäre wohl überzogen, aber andererseits scheint doch sich etwas gebildet zu haben, was sowohl das Albertinum als auch das Fach Latein heraushebt und was deshalb beibehalten werden sollte: Ad multos annos!