Römertag 2014 am Albertinum

Am 8. Oktober 2014 reisten etwa 70 Kinder der 6. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Albertinum Coburg gemeinsam mit ihren Lehrkräften 2000 Jahre zurück in die Welt der Römer. Gerade waren alle erst einmal wie an einem ganz normalen Schultag in der Pausenhalle zusammengekommen. Doch nachdem sie durch die Zeitschleuße - Ignoranten würden sie als Umkleideraum bezeichnen - geschritten waren, standen plötzlich kleine Römer mit Tuniken im Römerdorf, was einen Tag vorher noch eine banale Schulturnhalle gewesen war. Den staunenden Römern boten sich viele Facetten des Lebens in der Antike: Kleidung, Schönheit und Essen, Musik und Schule, Spiele für Kinder und Spiele im Amphitheater.

In so einem Römerdorf kann man seine Kreativität austoben! Man gestaltet selbst Schmuck oder Waffen, man spielt auf alten Musikinstrumenten oder auf alten Mühlebrettern, Schreiben auf Papyrus oder auf antike Schreibtäfelchen bieten neue Erkenntnisse.

Man fühlt sich als Römer in den “Tuniken”, die jeder in der Zeitschleuße bekommen hat, beim Essen oder als Zuschauer bei den “Schau-Gladiatorenkämpfen”. Und immer bemerkt man das Andere, das Fremdartige, aber zugleich auch das Gewohnte - die einfachen Speisen - und das Bekannte - denn einiges kennt man ja aus dem Latein- und dem Geschichtsunterricht.

Dann gibt es aber auch Neues - oder eher Altes? - zu entdecken. Auf den von den Teilnehmern selbst gestalteten Info-Tafeln, mit den zahlreichen Repliken wie Terra sigillata oder Münzen, sowie in einem Film über Gladiatoren.

Und was bleibt? Neben den Erinnerungen die Photos, hoffentlich aber auch die Erkenntnis, dass die Römer nicht wirklich tot sind, sondern recht lebendig werden können, wenn man sich auf die richtige Art damit beschäftigt. Und hoffentlich auch mehr Verständnis für die Sprache, das Latein, das Unterrichtsfach für alle Schüler am Albertinum.

Aber dass dieser Tag ein Erfolg werden konnte, ist vielen zu verdanken. Zunächst den Schülern des Projekt-Seminars Latein “Römertag am Albertinum” mit ihrer Lehrerin Frau Cornelia Möhler. Dann den Schülern und der Schulleitung mit den vielen Helfern an der Schule. Dank besonders aber an die Sponsoren - oder den Mäzenen, wie man in Rom sagen würde -, nämlich an die Stadt Coburg sowie an die VR-Bank und an die Leitung der Coburger Sparkasse und schließlich auch an den Förderverein “Freunde des Gymnasiums Albertinum”.

In der Hoffnung auf eine Fortsetzung: Hier war Latein alles andere als tot!!