Drehbeginn beim P-Seminar "Film"

Endlich ist es soweit!

Nach einem halben Jahr Vorbereitungszeit geht das P-Seminar "Film" der Q11 in die Produktionsphase über. Wochenlang haben mehr als zwanzig Seminar-Teilnehmer am Drehbuch gefeilt, Locations gesucht, Rollen verteilt, Texte geschrieben und Kamera-Technik geübt, und jetzt, endlich, heißt es zum ersten Mal "Kamera ab - und Action!". Und gleich der erste Drehttag sollte etwas ganz Besonderes sein: ein Dreh in der Öffentlichkeit, bei Nacht, am ersten Tag des Frühlingsfestes, mit Spezialeffekten und einer Verfolgungsjagd - so sieht es zumindest das Drehbuch vor.

Klar, dass alle aufgeregt sind - nicht nur die Schüler, sondern auch die beiden betreuenden Lehrer, die das Film-Seminar gemeinsam leiten. Denn eigentlich sind es zwei Seminare, die hier zusammenarbeiten: ein Englisch-Seminar, das für den (englisch-sprachigen) Text und die Schauspielerei zuständig ist, und ein Physik-Seminar, das sich um die Aufnahmetechnik kümmert, also um Ton, Licht und Kamera. Doch trotz der formalen Trennung ist es doch ein Team, das gemeinsam an diesem Mammut-Projekt arbeitet: zwar gibt es offiziell "Techniker" und "Schauspieler", aber praktisch jeder Techniker hat auch mindestens eine Statistenrolle übernommen, und die meisten Schauspieler schlüpfen nebenbei auch in die Rolle des Ton- und Licht-Assistenten oder übernehmen gar die Regie bei einzelnen Szenen.

"Man glaubt gar nicht, wie viele verschiedene Aufgaben beim Film zu meistern sind" bemerkt eine der Schauspielerinnen, als sie mit der Klappe in der Hand den nächsten Dreh ankündigt. Eigentlich hätte sie heute eine Polizistin spielen sollen, doch da die Uniformen noch nicht verfügbar sind mussten diese Einstellungen vorerst verschoben werden - also springt sie bei der Technik ein. Und hat richtig Spaß dabei! Später kommt sie dann doch noch vor die Kamera, wenn gleich nur für Probeaufnahmen.

Die Kameras werden heute von zwei Jungs bedient, die schon tags zuvor den Drehort erkundet und die besten Kamera-Standorte ausgesucht haben. Dennoch ist heute Abend noch vieles abzusprechen, damit die Szene später möglichst gut aussieht - denn immerhin handelt es sich um die ersten Bilder, die die Zuschauer später im Film sehen werden! Wo muss das Licht stehen, damit die Szene natürlich ausgeleuchtet erscheint, nicht zu hell und möglichst ohne harte Schatten? Wo kann der Ton-Meister sein Mikrofon hin halten ohne im Bild zu erscheinen? Wie muss die Kamera ausgerichtet werden, um nur die Fassade dieses einen Hauses zu zeigen, das später im Film Teil einer englischen Stadt sein soll?

Nach fast vier Stunden ist schließlich Drehschluss - gerade rechtzeitig, um das große Eröffnungsfeuerwerk des Frühlingsfestes mit zu erleben. Welch passender Abschluss!