Deutsch-Französischer Tag

Deutsch-Französischer Tag am 22.01.2018

Am Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags, dem 22. Januar, wird der Deutsch-Französische Tag gefeiert. Der damalige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle unterzeichneten am 22. Januar 1963 im Pariser Élysée-Palast den Freundschaftsvertrag der beiden Länder. Seit 2004 werden in Deutschland und im Nachbarland Frankreich jedes Jahr am Deutsch-Französischen Tag, den die Franzosen Journée franco-allemande nennen, von den Auswärtigen Ämtern beider Länder Begegnungsveranstaltungen organisiert.
 

Die deutsch-französische Freundschaft wird nicht nur am Deutsch-Französischen Tag betont und immer neu gefestigt. Der Grund hierfür liegt in der gemeinsamen Vergangenheit, welche die beiden Länder auf unschöne Weise verbindet. Es wird von der deutsch-französischen Erbfeindschaft gesprochen. Immer wieder gab es Spannungen, Kämpfe um Ländereien und Kriege zwischen den europäischen Nachbarn.


Besonders deutsche und französische Schüler sollen sich am Deutsch-Französischen Tag angesprochen fühlen. Es geht darum, junge Menschen für die jeweils andere Kultur sowie zum Erlernen der anderen Sprache zu begeistern und über berufliche Aussichten im Nachbarland zu informieren. Neben den Außenministern Deutschlands und Frankreichs sowie Kultus- und Erziehungsministerien engagieren sich auch deutsche und französische Schulen am Deutsch-Französischen Tag mit eigenen kulturellen Projekten.


Der Élysée-Vertrag legt fest, dass Deutschland und Frankreich keine wichtigen Entscheidungen mehr treffen, die Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik betreffen, ohne sich gegenseitig um Rat zu fragen. Der deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde 1988 um Themen der Verteidigungspolitik, der Wirtschaft und Finanzen erweitert. Außerdem wurde 2001 vereinbart, dass die beiden Staatsoberhäupter etwa alle zwei Monate zum Austausch zusammenkommen.

 

Die Französischschüler des Albertinums organisierten zu diesem Anlass einen Pausenverkauf mit französischen Gerichten, die Sie größtenteils selbst vorher hergestellt hatten. Es gab für jeden Geschmack etwas, begonnen von der tarte au citron bis hin zu gefülltem Baguette und natürlich durften auch Crêpes nicht fehlen. Untermalt von französischen Chansons verführten die „Franzosen“ ihre musischen Mitschüler mit ihren französischen Köstlichkeiten und brachten so allen das Nachbarland mit seiner Haute Cuisine ein wenig näher.