Bundesjugendkonferenz Medien 2018 in Rostock

Eine zu flachem Humor neigende neunköpfige Gruppe Medienscouts machte sich an einem bitterkalten Donnerstagmorgen auf eine abenteuerliche Reise zur dritten alljährlichen Bundesjugendkonferenz Medien in Rostock. In Kronach trafen wir auf die anderen rund sechzig Medienscouts aus Oberfranken und starteten die Busfahrt gen Norden. Nach knapp acht Stunden trafen wir im Vier-Sterne Radisson Blu Hotel in Rostock ein, das wir dank der finanziellen Unterstützung der Techniker Krankenkasse genießen durften. Im Abendprogramm wurden die anderen rund 250 Scouts aus insgesamt zehn weiteren Bundesländern und wir herzlich begrüßt.

Nach einem deliziösen Buffet machten wir uns auf in die Innenstadt und genossen „Peters Limonade“ im Peter Pane, woraufhin wir beim Toilettengang von J. M. Barries Hörbuch, das über die Lautsprecher lief, unterhalten wurden. Im Anschluss unterdrückten wir Mädels für drei Stunden jegliche feministischen Veranlagungen und ließen uns von Heidi Klums #EdgyAttitude beim GNTM Umstyling berieseln.

Nach einem erstklassigen Vier-Sterne-Frühstück am Freitag haben Anna L. und ich beim Twitter Takeover des Accounts der Konferenz teilgenommen und twitterten, was das Zeug hielt über den Verlauf des Tages.

Jeder Coburger Medienscout hat anschließend einen der vierzehn angebotenen Workshops besucht, die sich mit Themen wie Cybermobbing, Methodik und Fake News auseinandersetzten. Diese Workshops wurden sowohl von Experten, als auch von Schülervertretern geleitet. Mithilfe von umfangreichem Anschauungsmaterial der Workshop-Leiter wurden uns besagte sensible Themen, mit denen wir im Schulalltag als Medienscouts regelmäßig konfrontiert werden, näher gebracht.

Im Anschluss an die Mittagspause hörten wir einen Vortrag vom Autor des Buches „Ich bin Ich – und wir sind viele“ Benjamin Fokken, der von seinen Erfahrungen als Mobbingopfer und Facebook-Sensation erzählte. Beni ließ sich dann sogar noch zu einer durchaus gekonnten kurzen Gesangseinlage von „Hallelujah“ hinreißen, nachdem er erwähnt hatte, dass das Singen ihm an seinen Tiefpunkten Halt gab.

In der zweiten Runde der Workshops befassten wir uns mit Topoi wie Darknet, Elternabenden und Mediensucht, die uns ebenfalls bei unserer weiteren Arbeit als Medienscouts immens helfen werden.

Der erste Punkt des Samstagsprogramms war die sogenannte Stay and Talk Rotation, bei der Kleingruppen die Möglichkeit hatten, sich in kurzen Intervallen über Prävention, Medien und Beruf, Cybersicherheit, Methodik und Hate Speech auszutauschen.

Als nächstes stellte Hannes Ley seine Facebook Initiative #ichbinhier vor, die sich für digitale Zivilcourage einsetzt. Bei der von ihm gegründeten Facebook Gruppe, die mittlerweile knapp stolze 40.000 Mitglieder zählt, handelt es sich um eine ehrenamtliche Organisation, die ein besseres Diskussionsklima und die Veränderung von „Hate- in Love Speech“ im Netz anstrebt.

Die Geister schieden sich deutlich über den anschließenden Vortrag des Überraschungsgastes Cheng Loew, eines sogenannten Youtube „Influencers“, wobei sich der #MakeLunchNotCheng auf unserer online Evaluationsplattform tweedback.de etablierte, (Credits gehen an Bene). Dabei kam die Frage „Sind Youtuber nicht die Fettaugen auf der Suppe der Fake News?“ auf, (Credits gehen an Herrn Taeger).

Ausschließlich um ein Gruppenbild mit unserem heißgeliebten Cheng zu machen, fuhren wir nachmittags an den Strand von Warnemünde. Um unseren Ruf als musisches Gymnasium zu verteidigen, legten wir dort spontan eine A Cappella Version von „King Of The Road“ hin auf die Herr Friedrich stolz gewesen wäre. Frau Götz fand die Temperaturen dort übrigens „niiiicht normaaal“. Nachdem wir bei der Verabschiedungsrunde unsere Teilnehmer-Urkunden erhalten hatten, gingen wir italienisch essen.

Jedenfalls sitzen wir jetzt im Bus zurück nach Coburg und planen schon fleißig, unsere neuerworbenes Know-How in unsere Arbeit einzubinden.

Die Moral von der Geschicht`:
Werd` Medienscout, die Fahrt ist toll,
Herr Taeger freut sich dann auch voll
Und Prävention ist uns`re Pflicht.

Katharina Trapp, Anna Höhn, Q11